Rehabilitation nach einer Amputation

Nach einem Unfall oder infolge einer Krankheit oder eines Zustands muss eine Extremität manchmal amputiert werden. Für Menschen mit einer Amputation bietet MedifitReha ein Rehabilitationsprogramm an. Während dieser Behandlung lernen Sie, Ihre Möglichkeiten optimal zu nutzen, zum Beispiel mit einer Beinprothese.

Die Behandlung

Eines der wichtigsten Dinge, die Sie bei der Behandlung lernen, ist der Umgang mit einer Prothese. Sie erreichen dieses Ziel, indem Sie viele Übungen machen. Sie üben Bewegungen aus, die Sie bei allgemeinen täglichen Aktivitäten (ADL) wie Haushalt, Hobby, Sport, Arbeit und Transport benötigen. Verschiedene Therapeuten begleiten Sie bei den Übungen und der Rehabilitation.

Stationäre Aufnahme?

Die Rehabilitation findet in der Regel ambulant statt und Sie kommen mehrmals in der Woche nach Moraira. Manchmal ist das nicht möglich. Zum Beispiel, weil Sie viel Pflege brauchen oder nicht zu Hause wohnen können. Der Reha-Arzt bestimmt gemeinsam mit Ihnen, ob eine Aufnahme notwendig ist. Wie lange Sie aufgenommen werden, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.

Rehabilitationsverlauf nach einer Beinamputation

Erstes Interview und Recherche

Ihre Behandlung beginnt immer mit einem Aufnahmegespräch mit dem Rehabilitationsarzt und einem Physiotherapeuten. Mit den Informationen, die sich aus diesem Gespräch ergeben, wird ein Rehabilitationsplan erstellt. Dann bespricht der Reha-Arzt diesen Plan mit Ihnen und danach kann mit der Rehabilitation begonnen werden.

Wundpflege

Zu Beginn Ihrer Rehabilitation ist die Wundheilung das wichtigste Rehabilitationsziel. Die Nähte sind daher immer noch in Ihrem Stumpf vorhanden. Sie sollten den Stumpf schonen, aber es ist auch wichtig, an Ihrer körperlichen Verfassung zu arbeiten. Die Feuchtigkeit in Ihrem Stumpf muss ebenfalls so weit wie möglich reduziert werden. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Der Reha-Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche Methode für Sie am besten geeignet ist.

Stehen und gehen mit einer Prothese

Das Steh- und Gehtraining beginnt mit Stehen und Gehen ohne Prothese. Sie können dieses Training langsam erweitern, indem Sie mit einer Übungsprothese und mit Hilfe von Gehhilfen gehen. Bevor Sie Ihre eigene Prothese benutzen können, ist es wichtig, dass der größte Teil der Flüssigkeit aus Ihrem Stumpf verschwunden ist. Ihr Stumpf ändert sich dann nicht mehr in der Größe. Wenn es soweit ist, entscheidet das Rehabilitationsteam in Zusammenarbeit mit dem Instrumentenbauer, welcher Prothesentyp für Sie am besten geeignet ist. Die Herstellung Ihrer Prothese dauert einige Wochen. Dann starten Sie das Steh- und Gehtraining mit Ihrer – noch nicht fertig gestellten – Prothese. Durch Training mit der Prothese wird mehr Feuchtigkeit aus Ihrem Stumpf verschwinden. Ihre Prothese muss daher regelmäßig angepasst werden.

Weitere Behandlung

Nach der Rehabilitation im häuslichen Rehabilitationszentrum wird von Ihnen erwartet, dass Sie so unabhängig wie möglich mit und ohne Prothesen und Hilfsmittel arbeiten. Daher wird während Ihrer Rehabilitation auch auf Ihre häusliche Situation geachtet (Ergotherapie). Zum Beispiel, wenn Sie einen Rollstuhl, Krücken, Rollator oder Transporthilfen benötigen, können diese in Absprache mit Ihnen angefordert werden.

Während der Rehabilitationsphase wird auch regelmäßig auf die Verarbeitung und Akzeptanz Ihrer Amputation geachtet. Wenn Sie es brauchen, kann der Psychologe / Psychotherapeut Sie bei dieser Verarbeitung und Akzeptanz unterstützen.

Das Endergebnis

Wie lange die Behandlung dauert, variiert von Person zu Person. Das hängt unter anderem von der Heilung Ihrer Stumpfwunde, Ihrem Zustand und der Geschwindigkeit ab, mit der Sie Fähigkeiten erlernen. Gemeinsam mit den Therapeuten sorgen Sie dafür, dass Sie am Ende der Behandlung so unabhängig wie möglich sind. Was das in Ihrer Situation bedeutet, hängt von verschiedenen Dingen ab.